Ideale Rahmenbedingungen

SPOTLIGHT - Zu Gast bei ...

.... Agromont AG

Nachgefragt bei Pius Kaufmann, Geschäftsführer

 

Pius Kaufmann, im 2017 feiert die Agromont AG ihr 50 Jahre Jubiläum, dazu gratulieren wir Ihnen herzlich. Was waren die wichtigsten Meilensteine der letzten 50 Jahre?

Pius Kaufmann: Die Mechanisierung mit Zweiachs-Maschinen in der Berglandwirtschaft startete Mitte der sechziger Jahre. In diese Zeit fiel auch die Gründung der Agromont AG im Jahre 1967. Eine weise Entscheidung unserer Mutterfirma Reform-Werke aus dem oberösterreichischen Wels, wie sich schon bald zeigen sollte. Wir bauten in den Folgejahren unsere Vertriebsorganisation ständig aus. Durch das Wachstum wurden kontinuierliche Anpassungen in die erforderliche Infrastruktur unumgänglich. So konnten 1986 eine neue Lagerhalle realisiert, 1989 das bestehende Verwaltungsgebäude markant vergrössert und mit einer neuen Ausstellungshalle erweitert werden. Im 2003 folgte der Werkstätten-Umbau mit einer Verdoppelung der Gesamtfläche. Durch die Ausweitung der Marktaktivitäten in den ausserlandwirtschaftlichen Bereich (Kommunal) stellte Agromont ihre Anbieterkompetenz ab Anfang der neunziger Jahre auch bei den öffentlichen Betrieben wie Gemeinden & Städten unter Beweis. Seit 2010 werden die Motormäher von Rapid auch unter der Marke Reform vertrieben. Mit dieser Vertriebsvereinbarung zwischen den beiden starken Anbietern konnten wir unsere Marktposition im Einachsmäher-Markt deutlich steigern. Zur Ergänzung des Produkt-Portfolios im Kommunalfahrzeug-Bereich übernahm REFORM-Werke im Jahre 2014 das bayrische Unternehmen Kiefer aus Dorfen. 

 

Haben Sie für das Jubiläumsjahr etwas Besonderes geplant?

Pius Kaufmann: Der SPOTLIGHT Anlass dient quasi als Initialzündung für unser Jubiläumsjahr. Am 20. Oktober werden wir anlässlich unserer traditionellen Händlertagung im Heiri-Saal in Hünenberg auf die letzten 50 Jahre zurückblicken. Mit den Mitarbeitenden ist eine weitere, spezielle Aktivität geplant. Und mit den Power-Days, es sind dies Besuchstage für die Interessenten und Endkunden, schliessen wir im November unser Jubiläums-Jahr ab.

 

Wie hat sich die Branche in den letzten Jahren entwickelt? 

Pius Kaufmann: Die Landwirtschaftspolitik in der EU und in der Schweiz sorgte in den vergangenen Jahrzehnten für einen massiven Strukturwandel. Kleinere Landwirtschaftsbetriebe haben keine Existenzgrundlage mehr und werden übernommen oder ganz aufgegeben. Die Marktvolumina für Fahrzeuge und Geräte in der Berglandmechanisierung sind dadurch in den letzten Jahren ständig geschrumpft. Grössere, leistungsfähigere und noch vielseitigere Maschinen mit mit entsprechend höherem Anschaffungspreis dominieren am Markt.

Im ausserlandwirtschaftlichen Bereich, im sog. Kommunalmarkt, halten die aufwändigen Submissionen die Spezialisten auf Trab. Die Ausschreibungen grenzen oft an Dissertationen. Die Umfänge an Unterlagen und Dokumentationen, die beigestellt werden müssen, sind beachtlich. Für ein KMU, wie wir eines darstellen, ist der Aufwand erheblich und bedeutet durch die Individualität der Ausschreibungen jedes Mal wieder eine grosse Herausforderung für uns.

 

Wie haben sich die Kundenbedürfnisse in den vergangen Jahren verändert?

Pius Kaufmann: Durch den angesprochenen Strukturwandel in der Landwirtschaft sind die Bergbauern einem hohen Druck ausgesetzt. Sie müssen ökonomisch und ökologisch handeln und stehen im Fokus der Öffentlichkeit. Hilfskräfte wurden in den vergangenen Jahren abgebaut, bzw. waren kaum mehr zu finden. Die Mechanisierung musste ständig ausgebaut und intensiviert werden. Leistungsstarke, schlagkräftige Fahrzeuge mit höherem Fahrkomfort, einfacher Bedienung und hoher Multifunktionalität dominieren am Markt. Zudem verlangt der Kunde einen schnellen und zuverlässigen Kundendienst. Vor der Beschaffung müssen die Fahrzeuge mehrere Tage zur Probe überlassen werden. Die Marketing-Kosten haben sich in den vergangenen Jahren entsprechend entwickelt.

 

Welchen persönlichen Bezug haben Sie zur Region ZUGWEST? / Was sind für Sie die wichtigsten Standortvorteile in ZUGWEST?

Pius Kaufmann: Wir pflegen mit den Behörden unserer Gemeinde einen guten und partnerschaftlichen Kontakt. Als national tätiges Unternehmen sind wir bestrebt, gut vernetzt zu sein. Dies hilft, bei der Umsetzung von gemeinsamen Interessen. Für die Logistik und den Kundendienst ist die schnelle Erreichbarkeit unserer Partner in der ganze Schweiz bedeutend. Der schnelle Zugang zum Autobahnnetz für die Erreichbarkeit unserer Kunden in der ganzen Schweiz schätzen wir sehr. Die notorischen Staustunden am Morgen und am Abend auf dem umliegenden Autobahnnetz strapazieren jedoch die Geduld unserer auswärtigen Mitarbeitenden. 

 

Welche Erwartungen haben Sie an den Verein Wirtschaftsregion ZUGWEST?

Pius Kaufmann: Durch den Fachkräftemangel sind wir darauf angewiesen, Mitarbeitende aus der ganzen Innerschweiz rekrutieren und dann auch halten zu können. Gut funktionierender IV und ÖV sind dazu unumgänglich, ein zentrales Anliegen für uns.

 

Warum sollte man als Mitglied von ZUGWEST am 28. Juni 2017 unbedingt zum SPOTLIGHT Event der Agromont AG kommen?

Pius Kaufmann: Es bietet sich den Teilnehmenden die Chance, nicht nur Interessantes zur modernen Berglandmechanisierung und Kommunaltechnik zu hören, sondern unsere Fahrzeuge auch selber zu fahren und zu bedienen.

Agromont AG, Reform Schweiz - der Spezialist in der Berglandmechanisierung und in der Kommunaltechnik

Die Agromont AG im Bösch, Hünenberg wurde 1967 gegründet und gehört zur REFORM-Werke Bauer & Co. Holding AG, einem oberösterreichischen Familienunternehmen mit Sitz in Wels. Der Konzern beschäftigt insgesamt rund 500 Mitarbeitende, davon 35 in Hünenberg. Über eine starke Händler-Organisation mit rund 160 konzessionierten Partnern, über die ganze Schweiz verteilt, werden die Reform-Fahrzeuge und –Geräte vertrieben und betreut. Zur Unterstützung dieser Reform-Händler steht bei der Agromont AG ein kompetentes und schlagkräftiges Team im Marketing, im Ersatzteile- und Kundendienst zur Verfügung. Im Technischen Dienst werden 2 Landmaschinen-Mechaniker Lehrlinge ausgebildet.

 

Starker Nischenanbieter mit hochspezialisierter Berglandtechnik

Im steilen und unwegsamen Gelände gelangen konventionelle Landmaschinen schnell an ihre Grenzen. Für die Bergbetriebe ist der Transporter, der Reform Muli, mit dem multifunktionellen Wechselsystem bestehend aus Aufbauladewagen, Güllefass und Mistzetter ein vielseitiger Helfer übers ganze Jahr hindurch. Was der Traktor für die Landwirte im Tal oder im Mittelland ist der Reform Metrac, der vielseitige Zweiachsmäher und Geräteträger für den Bergbauern. Mit umschaltbarer Allradlenkung ist er der wendige und flinke Helfer für die Mäh- und Heuarbeiten am Steilhang. Hangtauglich, sicher und bodenschonend setzt der Bergbauer die leistungsfähigen und kraftvollen Reform – Spezialmaschinen mit hoher Schlagkraft, Effizienz und Wirtschaftlichkeit ein. Zum Sortiment gehört auch der bullige Bergtraktor Reform Mounty sowie die einfach und leicht zu führenden Reform Motormäher mit mechanischem oder stufenlosem, hydrostatischem Fahrantrieb. Über 5 Jahrzehnte ist es der Agromont gelungen, sich mit dem Reform – Programm in einem hoch kompetitiven Umfeld gegen starke Mitbewerber, auch aus der Schweiz, zu behaupten und die führende Marktposition einzunehmen.

 

Individuelle Lösungen im ausserlandwirtschaftlichen Kommunalmarkt

Sowohl im Sektor grau (Strassenwesen, Winterdienst) wie bei der Intensiv- oder Extensiv-Grünflächenpflege stehen die Reform-Fahrzeuge bei vielen öffentlichen Betrieben wie Gemeindewerkdiensten, Strasseninspektoraten und Tiefbauämtern im Einsatz. Je nach Kundenwunsch und Anforderung werden die Kommunaltransporter Reform Muli mit 3-Seiten-Kipper, Hakengerät oder Welaki-Muldenabsetzsystem, Ladekran und Seilwinde und für den Winterdienst mit Schneepflug, Schneefräse und Aufbaustreuer bei der Agromont ausgerüstet. Wo es eng und schmal ist, kommt der Reform Boki mit seinen kompakten Abmessungen, z.B. in Städten und Agglomerationen, zum Einsatz. Das Boki wird beim Schwesterunternehmen Kiefer im bayrischen Dorfen hergestellt. Kiefer wurde von REFORM-Werke im 2014 erworben und in die bestehende Konzernstruktur integriert. Massgeschneiderte Spezialaufbauten für die Elektrizitätswirtschaft und den Freileitungsbau runden das Sortiment bei den Transportern eindrücklich ab. Für die Pflege der Böschungen entlang von Kantons- und Nationalstrassen wird bei einigen Kantonen auf Reform Metrac und Motormäher aus dem Hause Reform abgestellt.

 

Für die Zukunft gerüstet

Mit einer klar auf die Bedürfnisse der einzelnen Märkte und deren Zielgruppen fokussierten Strategie wollen wir im Bergland, trotz schnell voranschreitendem Strukturwandel, stark bleiben und in der Kommunaltechnik mit innovativen Fahrzeugkonzepten und Auf- und Anbaulösungen stark wachsen.

Agromont AG

Reform Schweiz

Bösch 1

6331 Hünenberg

 

Tel. 041 784 20 20

www.agromont.ch

 

  • Gesellschaftsform: Aktiengesellschaft  
  • Gründung: 1967
  • Mitarbeitende: 35