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Zukunft gestalten auf starker Basis

Der Verein Wirtschaftsregion ZUGWEST hat am Beispiel des Arbeitsgebiets Bösch-Rothus in Hünenberg ein Vorgehensmodell erstellen lassen, das aufzeigt, wie man bestehende Arbeitsgebiete aufwerten und entwickeln kann. Das Vorgehen ist so ausgelegt, dass es auch auf andere Areale in der Wirtschaftsregion ZUGWEST angewendet werden kann.

 

Das Gewerbegebiet Bösch-Rothus ist für die Gemeinde Hünenberg und die Wirtschaftsregion ZUGWEST ein wichtiger Unternehmens- und Arbeitsplatzstandort. Die Lage und die Erschliessung für den Individualverkehr sind hervorragend. Im Gebiet besteht ein bunter Mix an kleineren und grösseren Unternehmen aus verschiedenen Branchen, was von ansässigen Firmen als bereichernd empfunden wird. So ist denn die Zufriedenheit mit dem Standort und der Entwicklung seit den 70er Jahren hoch. Doch die Reserven der Arbeitszonen sind beschränkt, und die vorhandenen Flächen sind teilweise zurzeit nicht verfügbar. Das schränkt die Expansionsmöglichkeiten der Unternehmen stark ein.

 

Die vom Verein beauftragte Firma KEEAS Raumkonzepte hat auf Basis dieser Ausgangslage eine Entwicklungsvision für das Gebiet erstellt und diese in persönlichen Gesprächen mit ansässigen Akteuren präzisiert.

 

Zentrum stärken, Identität fördern

Die Erkenntnisse aus der Studie zeigen auf, dass dem Gewerbegebiet heute ein spür- und erlebbares Zentrum fehlt. Dies kann durch eine zentrale Strassenführung und einen geschützten Aussenraum verbessert werden. Die Fläche soll verkehrsfrei werden, und umgenutzte Schiffscontainer sollen flexibel als Imbissstände, Showrooms oder Sitzungszimmer genutzt werden. Die Vision sieht zudem zwei Mobilitätspunkte vor, an denen der Verkehr gesammelt und durch ÖV- und Sharing-Angebote ergänzt bzw. abgelöst wird. Wo sich die Mobilität konzentriert, sollen zusätzliche Angebote geschaffen werden, um ein attraktives Zentrum zu bilden. Nebst Verpflegung und Gastronomie können dies Fitnessangebote und weitere Dienstleistungen wie eine Poststelle und Bancomaten sein.

 

Weiteres Vorgehen

Kerngedanke der Studie ist es, durch das Aufzeigen eines möglichen Zielzustands investitionswillige Eigentümer und Nutzer vor Ort zu aktivieren. Die Gemeinde Hünenberg will das weitere Vorgehen aktiv vorantreiben und zeigt sich gewillt, die allfälligen notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Mittels eines Folgeauftrags der Gemeinde wird nun zusammen mit KEEAS ein Eigentümer-/Nutzerverein gegründet, eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt, die Vision konkretisiert und die Umsetzung geplant.

 

Die komplette Studie ist hier abrufbar.

Entwicklungsvision Bösch-Rothus