Stark im Netzwerk

Mitgliederorientierungsversammlung und Unternehmeranlass 2018

 

Vom Netzwerk zur Kooperation

Die 10. Mitgliederorientierungsversammlung des Vereins Wirtschaftsregion ZUGWEST stand ganz im Zeichen von Kooperation. Wenn in einem starken Netzwerk Synergien geschickt genutzt werden, können zukunftsweisende Projekte entstehen. Das zeigt die erfolgreiche bald 10-jährige Geschichte des Vereins und machte der Vorstand mit der Orientierung über laufende und kommende Projekte deutlich. Danach gab Business-Experte und Bestseller-Autor Hermann Scherer in seinem Referat «Networking für Fortgeschrittene» wertvolle Tipps für zielführendes Networking. Ein Höhepunkt des Abends war die Ehrung der scheidenden Vorstandsmitglieder Regula Hürlimann und Josef Huwiler.

 

Rund 160 Gäste trafen sich in den Produktionshallen und Ausstellungsräumen der Stuber Team AG in Rotkreuz zum wichtigsten Anlass in der Agenda des Vereins. Und sie erfuhren viel Neues vom Vorstand, aus der Wirtschaftskommission und der Geschäftsstelle. Da Regula Hürlimann als Gemeindepräsidentin in Hünenberg bei den kommenden Wahlen nicht mehr antritt, wird sie nächstes Jahr auch das Vereinspräsidium abgeben und nicht mehr im Vorstand vertreten sein. Seit 2011 ist die Hünenbergerin Vorstandsmitglied und hat seit 2014 als Präsidentin den Verein mitgeprägt. Nach sechs Jahren als Vorsitzender der Wirtschaftskommission und seit vier Jahren als Vertreter der Wirtschaft im Vorstand tritt auch Josef Huwiler von seinen Ämtern per Ende 2018 zurück.

 

Wichtige Standortentwicklungsprojekte

In der Region gibt es mehrere relevante Wirtschafts- und Gewerbegebiete; es werden dort nach wie vor hohe Investitionen mit dem Fokus auf qualitätsvolle Entwicklungen getätigt. Im regionalen Kontext gesehen kann das Gewerbegebiet Bösch-Rothus zusätzliche positive Impulse gebrauchen. Um die gesamte Wirtschaftsregion ZUGWEST zu stärken hat der Verein eine Studie in Auftrag gegeben, die am Beispiel des Gebiets Bösch-Rothus den Fokus auf die Frage legt: «Wie sieht das ideale Arbeits- und Gewerbeareal aus?» Peter Hausherr präsentierte kurz die wichtigsten Ergebnisse aus der Studie. «Auch hier setzen wir auf Kooperation», sagte er, «da eine ideale und zukunftsweisende Entwicklung meist nur unter Beizug aller beteiligter Akteure erfolgreich sein kann.» Entsprechend wurden 13 Einzelgespräche mit wichtigen Grundeigentümern und Nutzern geführt. Hier geht’s zum Download der Studie «Modell Gebietsentwicklung am Beispiel Bösch-Rothus».

 

Als starker Netzwerkpartner fördert der Verein in der Wirtschaftsregion die Etablierung von Co-Working-Centern in allen drei Gemeinden. Für die Realisierung von solchen Centern sind entsprechende Investoren und Betreiber nötig. Erste Gespräch mit möglichen Partnern werden hier bereits geführt.

 

Kooperation beim Engagement für Zimmerberg-Basistunnel 2

Seit Jahren setzt sich der Verein auch für zukunftsorientierte Mobilitätslösungen ein. Ein wichtiges Anliegen ist dabei der Zimmerberg-Basistunnel 2 zwischen Thalwil und Baar. Er würde als 11 Kilometer langer Doppelspurtunnel die Anbindung und Attraktivität der Wirtschaftsregion ZUGWEST weiter verbessern. In Kooperation mit der Zuger Wirtschaftskammer und dem Gewerbeverband des Kantons Zug wird ein Positionspapier erarbeitet und im nächsten Januar ein öffentliche Informationsanlass zum Thema organisiert. Ziel ist, die Zuger Bundesparlamentarier für ein aktives Lobbying zu mobilisieren.

 

Gemeinsam voraus

Georges Helfenstein bedankte sich im Namen des Vereins bei allen Partnern und Mitgliedern für ihr Engagement: «Sie sind entscheidend für die Finanzierung unserer Aktivitäten und Projekte». Der Verein zählt inzwischen 446 Firmen und 790 Personen als Mitglieder. Nicht ohne Stolz verwies auch er auf das bald 10-jährige Bestehen des Vereins. Am 3. April 2019 soll denn auch «10 Jahre ZUGWEST» gefeiert werden. «Dieser Anlass wird für einmal ganz anders – doch noch will und darf ich nicht zu viel verraten. Lassen Sie sich überraschen!»

 

Networking für Fortgeschrittene

Mit Hermann Scherer betrat im Anschluss der Mitgliederorientierung ein begnadeter Redner und Motivator die Bühne, der als Businessberater, Dozent, Bestseller-Autor und selbsternannter Provokateur immer wieder neue Impulse und Inspiration für Welt und Wirtschaft gibt. Sein Referat «Networking für Fortgeschrittene», gespickt mit vielen Anekdoten aus der Welt von Politik und Wirtschaft und mit pointierten Lebens- und Business-Weisheiten war unterhaltend und regte die Zuhörerinnen und Zuhörer immer wieder zum Denken an. Wie einfach Networking geht, zeigte ein kleines Experiment, das er live durchführte. Innert kürzester Zeit diskutierten zum Teil ganz fremde Menschen über Gemeinsamkeiten und tauschten sich über mögliche gemeinsame Projekte aus. Sein Fazit: Man muss nur offen sein und sich auf andere einlassen, schon beginnt Networking und damit oft etwas ganz Neues.

 

Gesammelte Bonmots des Abends des Business- und Netzwerk-Experten Hermann Scherer

  • Jede Beziehung, auch "rationale", bezieht sich auf Emotionen.
  • Der Rahmen ist wichtiger als der Inhalt.
  • Ego-Baiting: Menschen lieben es, wenn es um sie selbst geht.
  • Mit Kreativität lassen sich ungewöhnliche Partnerschaften entwickeln.
  • Leistung ist gleich Potenzial minus Störfaktor.
  • Digitalisierung eröffnet uns Potenziale, die bis vor Kurzem noch undenkbar waren.
  • Lieben Sie Probleme: Jedes Problem ist ein noch nicht gegründetes Produkt oder Unternehmen.
  • Denken Sie negativ: Negatives Denken lässt uns den Mangel und damit die Chance erkennen.
  • Brechen Sie Regeln und werden Sie Marktführer.
  • Service ist die perfekte Möglichkeit, Angebote zu inszenieren.

Mehr Hermann Scherer gibt es hier.

 

 

Impressionen

 

Bilder: Thomas Müller, FOTOlight